Rookburgh - Ein Erlebnisbericht bei Tag und Nacht

  • Dann möchte ich mal an den großartigen Bericht von @MaxBu anknüpfen und noch meine Erlebnisse schilden. Achtung dieser Bericht enthält Spoiler! Leider ist dieser Bericht ziemlich lang geworden, also schnappt euch ein Getränk, etwas zu Essen und lest diesen dann in Ruhe durch. :popcorn:


    Anreise


    Ich habe von Freitag auf den Samstag (25.09-26.09) im Charles Lindbergh genächtigt. Schon bei der Anfahrt ist der Imposante Hotelbau und der Eingang, welcher mittlerweile echt schick aussieht schon gut zu sehen. Bei der Parkplatzauffahrt und dem Zugang zum Hotel musste ich meine Buchung vorzeigen. Daher ein Tipp: Haltet die Buchung griffbereit auf dem Handy.
    Schon der Gang zur Rezeption und der erste Blick auf die wirklich massiven und wuchtigen Achterbahnschienen von FLY haben mir eine ordentliche Portion Gänsehaut beschert.
    Der Check in hat super und ohne Probleme geklappt, das Gepäck konnte an der Rezeption in einen Gepäckraum untergebracht werden.



    Bei unserem Besuch sollte F.L.Y. beziehungsweise Rookburgh leider erst nach 12 Uhr öffnen. Daher haben wir erstmal den leeren, aber noch geschlossenen Themenbereich von den Balkonen des Hotels genossen. Auch wenn F.L.Y. noch nicht fuhr und alle Nebeleffekte aus waren hatte der Bereich mich schon komplett in seinen Bann gezogen. Auch dass der Park bereits geöffnet war hatte mich nicht gestört. Gegen 12 hatten endlich die Testfahrten begonnen. Interessant fand ich vor allem, dass es scheinbar üblich ist, dass F.L.Y. bei den Testfahrten im zweiten Launch versenkt wird. Von dort aus wird der Zug zurück gelauncht wird, um genug Geschwindigkeit für den 2. Launch zu bekommen. Da dies auch mit Passagieren erfolgen darf gehört dies wohl zur Morgenroutine.




    F.L.Y.
    Dann wurde F.L.Y. endlich geöffnet und wir durften als Hotelgäste vor den anderen Parkbesuchern die Warteschlange betreten. Die Warteschlange führt genau genommen einmal quer durch den kompletten Themenbereich und bietet tolle Ausblicke in den Themenbereich. Im Untergeschoss erhält der Explorer letzte Informationen über das Boarding von F.L.Y. Bei diesem bekommt erhält jeder Besucher ein Armband und muss alle losen Gegenstände in ein Schließfach packen, welches sich mit dem Armband abschließen lässt. Danach geht es weiter zum Sicherheitscheck. Hier muss ein Metalldetektor durchquert werden. Aufgefallen ist mir, dass die Besucher die Jacken öffnen müssen, um darunter liegende Objekte oder gefüllte Taschen zu entdecken.


    Als nächstes betritt man einen großen Maschinenraum. Dieser geht nathlos in die Station über. Diese wirkt einfach riesengroß und ist ein bisschen wie ein U-Bahn Bahnhof gestaltet. Durch das Lauflicht im Hintergrund und die Geschwindigkeit, mit der der Zug in die Station donnert wirkt das ganze ziemlich beeindruckend.


    Nach dem Einstieg geht es mit gut Tempo durch den Darkridepart, welcher simpel aber Effektiv gestaltet ist. Schneller als man es sich versieht findet man sich wieder in der liegenden Position unter der Schiene wieder. Die Rotation läuft super passend und dynamisch.
    Der erste Launch ist ein fliegender Launch, welcher immer stärker anzieht. Vom Gefühl ist das meiner Meinung nach etwas vergleichbar mit einem Flugzeugstart. Nun geht es auf einen Flug quer durch Rookburgh, vorbei an verschiedenen Effekten, near misses und Inversionen. Insgesamt war ich bei der ersten Fahrt etwas überfordert mit allem und gegen Ende machte sich leichte Übelkeit bemerkbar. Vorbei an Ventilatoren kommt nun der Ausstieg. Hier lagen wie ich erst am zweiten Tag gesehen habe bereits Spucktüten griffbereit. Diese habe ich aber nicht gebraucht.


    Insgesamt bin ich während meines Aufenthaltes an die 10-15 Runden mit F.L.Y. gefahren. Ich habe die Bahn mit jeder Runde mehr genossen und mit jeder Runde mochte ich die Bahn mehr. Insgesamt eine tolle Anlage, die natürlich kein Brecher wie Taron ist, aber dennoch unglaublich viel Spaß macht. Lasst euch nicht davon entmutigen, wenn ihr F.L.Y. von Anfang an nicht so gut vertragt, fahrt einfach nochmal. Mir ging es von Fahrt zu Fahrt besser und mittlerweile merke ich das gar nicht mehr im Magen.


    Nach dem Ausstieg kann nun das Gepäck aus dem Schließfach abgeholt werden. Nach Abgabe des Bandes findet man sich wieder in Rookburgh.




    Rookburgh



    Nun möchte ich zum Bereich „Rookburgh“ noch ein paar Worte verlieren. Was man hier geschaffen hat ist meiner Meinung nach nicht von dieser Welt! Der gesamte Bereich wirkt einfachunglaublich stimmig und immersiv! Es gibt zwar keine einzige Pflanze im gesamten Bereich. Als ich das erstmals gehört hatte war ich etwas erstaunt darüber, da ich finde, dass Pflanzen zu jedem Themenbereich gehören sollten. Dennoch passt das unglaublich gut in Rookburgh. Durch die riesigen Kohledepots, dem ganzen Nebel, welcher übrigens auch aus den Gullideckeln dampft, stahlt der gesamte Bereich etwas sehr Industrielles und Warmes aus. Steampunk ist zwar auch vorhanden aber der Bereich wirkt eher industriell. Das hier schon mehrmals angesprochene Argument „die Wände seien sehr flach“ kann ich nicht bestätigen. Gerade weil man nicht unmittelbar an die Wand heran kommt wirkt diese deutlichtiefer. Und das Hotel auf der anderen Seite schafft eine unglaubliche Tiefe im Bereich. Am zweiten Morgen durften wir als Hotelgäste schon ab 9:45 in den Bereich. Dort mit so wenigen Menschen zu stehen, dem Nieselregen, Nebel und der Musik. Einfach eine wahnsinnig geile Atmosphäre. Ich hatte bei keinem Themenbereich bisher eine solche Gänsehaut. Übrigens ist Rookburgh der einzige Themenbereich der meiner Meinung nach bei Regen noch mal um einiges Atmosphärischer und Beeindruckender wirkt als bei Sonnenschein.






    Übrigens ist mir folgendes klar geworden: Bei Klugheim steht Taron komplett im Fokus. Der Themenbereich wurde um die Bahn herum gebaut. Bei Rookburgh dagegen wirkt es so, als ob der Bereich zuerst stand und F.L.Y. hineingeplant wurde. Daher finde ich Rookburgh vom Themenbereich auch um einiges Stimmiger als Klugheim.



    Emilie's Chocoladen & Candy Werkstatt
    In Rookburgh gibt es eine Schokoladenwerkstatt. Hier kann Bruchschokolade verschiederner Sorten gekauft werden. Alles was ich probiert hatte hat wirklich lecker geschmeckt.



    Zum Kohleschipper
    Hier gibt es sauleckere Sandwiches für ein stolzes Sümmchen. Diese sind einfach nur köstlich :love:



    Hotel Charles Lindbergh
    Nach ein paar Runden auf F.L.Y. und einigen Stunden Aufenthalt im Bereich ging es für uns zurück ins Hotel, denn die Hotelzimmer waren fertig. Die Zimmer sind klein, meiner Meinung nach aber größer als es auf den Bildern aussah. Vor allem das Bad schafft hier noch ordentlich Volumen dazu. Hier befindet sich eine Dusche, Waschbecken und Toilette. Meiner Meinung nach vollkommen ausreichend und schick. Wie Max aber schon erwähnt hatte kann das Bad schnell am Waschbecken oder der Dusche überflutet werden.


    Das Hotel ist in 5 Blöcke (A-E) aufgeteilt. Falls ihr in Erwägung zieht das Hotel zu buchen kann ich euch die Blöcke A-C wärmstens empfehlen, denn hier fährt FLY direkt vor eurer Zimmertür vorbei und ihr habt von hier den besten Ausblick auf Rookburgh. Dennoch kann das gesamte Hotel frei erkundet werden. Auf Block B befindet sich sogar eine Sonnenterasse mit Sonnenliege und einer Bank. Hier kann man es wirklich aushalten.


  • Abendessen
    Irgendwann wurde es Nacht und unser Abendessen stand an. Dies findet im Restaurant Uhrwerk statt. Ich habe mit mal die Mühe gemacht und die komplette Abendspeisekarte abfotografiert. Dadurch dass wir 6 Personen waren konnte ich ziemlich viele Speisen fotografieren. Diese stelle ich hier auch kurz rein. Teilweise gibt es im Tagesbetrieb die gleichen Speisen. Aus der Zeitung wird das drei Gänge Menü zusammen bestellt.


    Als Vorspeisen gibt es entweder 6 gebackene Teigtaschen, Rindertatar oder Explorer Bowls. Hier kann ich die Spicy Expedition empfehlen. Einfach traumhaft lecker!




    Bei den Hauptgerichten kann dann zwischen den Rook-Burgern, den Pommes schaufeln oder Pasta gewählt werden. Wir haben uns alle für einen Rook-Burger oder eine Pommes Schaufel entschieden. Daher habe ich von der Pasta keine Bilder.





    Bei den Nachtischen kann aus 4 Desserts ausgewählt werden. Diese waren alle traumhaft lecker.




    Insgesamt hätte ich im Tagesbetrieb 44€ für das Essen gezahlt. Die Bedienung war super nett und Hilfsbereit und wir hatten einen tollen Abend. Zeitweise hatte FLY den Betrieb wieder aufgenommen für geladene Pressevertreter. Der ganze Bereich sah einfach wunderschön im Dunkeln mit dem Nebel aus.


    Bar 1919
    Nach unserem Essen sind wir dann in die Bar 1919 gegangen. Hier gibt es einen Billiard Tisch und eine Dartscheibe, welche kostenfrei genutzt werden können. Auf der Ausenterasse sieht man die FLY Züge direkt auf einen zufliegen. Sonst gibt es in der Bar ganz viele Craft Biere, ein paar Cocktails und Bowls. Diese werden richtig cool Dekoriert und sind Cocktails für zwei.




    Rookburgh bei Nacht
    Der Bereich ist abends wunderschön beleuchtet, jedoch finde ich es etwas zu Blaustichig. Hier hätte ich mir mehr rötliche Farbtöne gewünscht, da der Bereich eine unfassbare Wärme ausstrahlt. Leider ist es zurzeit noch nicht möglich den Themenbereich bei Nacht zu betreten, aber ich denke das wird in Zukunft noch kommen, spätestens dann, wenn FLY das Soft Opening verlässt.



    Geschlafen habe ich sehr gut, jedoch habe ich mich nachts das eine oder andere Mal gestoßen. Dies scheint aber ein übliches Problem im Charles Lindbergh zu sein. Mich hatte dies nicht weiter gestört.


    Frühstück
    Das Frühstück am nächsten Morgen war wieder sehr lecker und bot eine große Auswahl an verschiedenen Speisen. Vor Beginn bekommen die Gruppe eine Karte, auf welcher die Heißgetränke gewünscht werden können. Für das Essen bekommt man ein Frühstücksbrettchen. Das Ganze findet hier als Buffet statt und ist als einzelner Weg durch das Restaurant gekennzeichnet. Da aber sowieso sehr wenige Leute zeitgleich an einem Essen teilgenommen hatten war es hier sehr leer. Vor dem Buffet stand auch ein Desinfektionsspender.






    Nach dem Ausschecken um 11 Uhr kann man jedoch weiterhin das Hotel nach Lust und Laune betreten und verlassen. Des Weiteren ist auch ein Besuch in der Bar 1919 möglich.


    Fazit:
    Der Aufenthalt im Charles Lindbergh ist ein absolutes Muss, wenn du die komplette Dröhnung Rookburgh abbekommen möchtest. Was das Phantasialand hier geschaffen hat ist einfach unglaublich und kompletter „Next Level Shit“. Durch das Hotel ist es dem Besucher möglich viele Stunden im Bereich zu verweilen und den Bereich von allen Facetten kennen zu lernen. Der Übernachtungspreis mag zwar etwas teuer erscheinen, ist meiner Meinung nach aber jeden Cent wert und für das besondere Erlebnis sowieso. Meine Empfehlung ist es: geht ins Phantasialand, schaut euch das an und lasst euch von dem neuen Bereich verzaubern. Wer von euch nicht so viel Geld hat für eine Übernachtung, dem kann ich auch noch als Hinweis geben, dass zurzeit für November unter der Woche Tickets für 21€ erhältlich sind. Dieser Preis ist ein absoluter Schnapper für einen solch Weltklasse Park wie das Phantasialand!


    Ihr habt bis hier hin durchgehalten und habt nun noch Fragen? Dann haut in die Tasten!

  • @Voletarium Super Bericht, vielen Dank! :) Bin mit dir in allen Punkten einig :thumbsup:


    Das mit den Pflanzen ist mir vor Ort tatsächlich nicht aufgefallen - Dabei liebe ich eingegrünte und bepflanzte Bereiche im Generellen eigentlich 8o
    Aber der Bereich ist ohne Pflanzen, wie du geschrieben hast, wirklich total passend - Grün würde hier das Gesamtbild wohl nur stören :)

  • Ähm, ja, hätte noch Fragen :P
    Aber zuerst ein Kompliment, sehr tolle Fotos hast Du da gemacht und Danke für die ausführlichen Beschreibungen!
    Haben die Zimmer gar keine Frischluftzufuhr?
    Kann man da bei Regen trockenen Fußes rumspazieren und ins Restaurant und die Bar?
    Gibts auf den Sandwiches ein Dressing?
    Wie hat Dir die musikalische Kulisse in Rookburgh gefallen?
    Was gefällt Dir im PHL noch und gibt es Deiner Meinung nach noch weitere immersive Bereiche?
    Bietet der EP keinen immersiven Bereich?

  • Danke für das Kompliment mit den Bildern. Sind auch ein paar Fotos mit meiner Sony Kamera dabei.
    Übrigens kann ich euch auch gerne die komplette Getränkekarte der Bar 1919 zuschicken.

    Haben die Zimmer gar keine Frischluftzufuhr?

    Man konnte an einem Regler das gesamte auf kühler und wärmer stellen. Ob es jetzt direkt eine Luftzufuhr gibt weis ich nicht.

    Kann man da bei Regen trockenen Fußes rumspazieren und ins Restaurant und die Bar?

    Es gibt tatsächlich Zimmer, welche kein Dach vor der Tür haben. Jedoch sind die nach meiner Erinnerung an einer Hand abzählbar. Jedoch gibt es auch ein paar Gänge, welche kein Dach über dem Weg haben. Ganz trocken ist das Hotel halt durch die offenen Balkone nicht.

    Gibts auf den Sandwiches ein Dressing?

    Ja gibt es

    Wie hat Dir die musikalische Kulisse in Rookburgh gefallen?

    Ich fand sie klasse. Auch das Hotel hat überall tolle Soundtracks

    Was gefällt Dir im PHL noch und gibt es Deiner Meinung nach noch weitere immersive Bereiche?

    Das Phantasialand baut in den letzten Jahren einfach nur tolle Themenbereiche. Mexico mit Chiapas, Klugheim mit Taron und Raik. Auch China und Afrika sind sehr immersiv. Jedoch ist Rookburgh der immersivste Bereich.

    Bietet der EP keinen immersiven Bereich?

    Leider nicht in der Dimension in der ich es mir wünschen würde. Die Schweiz gefällt mir auf jeden Fall sehr gut

  • Bietet der EP keinen immersiven Bereich?

    Nein.


    Denke, dass das Thema Europa dafür möglicherweise das "falsche" Thema ist. Länder wahnsinnig immersiv zu gestalten, stelle ich mir sehr schwer vor. Welten wie beispielsweise Rookburgh (Steampunk) und Klugheim kann man viel phantasievoller gestalten als Länder. Doch unter dem Strich macht man in Rust die Arbeit natürlich auch gut. Alle Themenbereiche wirken authentisch. Man fühlt sich wie in das betroffene Land versetzt. :)

  • Beitrag von Thor ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Alle Themenbereiche wirken authentisch. Man fühlt sich wie in das betroffene Land versetzt. :)

    Dumme Frage: ist das nicht genau die Definition von "immersiv"? Was würde deiner Meinung nach denn noch zB im griechischen Dorf fehlen?


    Anders gesagt: Wo exakt kann man den Immersionsvorsprung von Rookburgh festmachen, also etwas das es dort gibt und nicht in den besten Bereichen des EP?

  • Immersiv ist für mich, wenn ein Bereich eine 360 Grad Umsicht hat und man nichts sehen kann, außer das, was zum Bereich gehört. Dh das schließt mit ein, dass sichtbare Attraktionen, andere Bereiche im und außerhalb des Parks alles versteckt wird und man diese nicht sieht.
    Das nächste ist, wenn eine Achterbahn gebaut wurde, dass selbst von der Achterbahn an keiner Stelle aus dem Bereich geschaut werden kann.


    Disney versucht genau so etwas zu kaschieren durch nicht so hohe Achterbahnen, Gebäude vor hohen Hintergründen die dahinterliegende Dinge verstecken und so weiter. Pandora oder Star Wars sind bei Disney sehr gute Beispiele.


    Um das Beispiel Griechenland von vorhin noch einmal aufzunehmen. Von Griechenland würden wir nichts anderes sehen, außer das was in Griechenland ist. Dh der Matterhornblitz müsste Kaschiert werden. Des Weiteren sticht Silver Star im Hintergrund hervor. Diese müsste natürlich auch versteckt werden. Von Poseidon hat man einen tollen Blick Backstage bzw auf Silver Star und die Valerian Station. Das müsste durch Wände oder Thematisierung weiter beschränkt werden. Ist im Europapark nicht umsetzbar und das ist gut so. Denn das ist ja das, was den Europapark im Vergleich zum Phantasialand ausmacht.


    Übrigens habe ich nie gesagt, dass der Europapark nicht immersiv baut. Ich finde nur das Phantasialand agiert hier auf einem komplett anderen Level welches definitiv vergleichbar mit Disney ist. Hohe Mauern und eingeschlossene Themenbereiche passen auch definitiv nicht in den Stil des Europapark. Jeder Park hat einfach seinen Charme und sollte von einem Fan besucht werden.

  • Ich bin immer wieder überrascht wenn ich lese wie begeistert so mancher von Rookburgh ist. Ja, es ist ein wunderbarer neuer Bereich - aber so extrem toll finde ich ihn gar nicht 8| und das liegt nicht am Thema oder so. Ich finde es gibt relativ wenig zu entdecken. Keine verschachtelten Wege, keine Höhenunterschiede... man kann einmal nach hinten durchgehen, dann noch die Runde am Uhrwerk vorbei, das wars schon. Man guckt sich den Coaster an, die Wände ringsum, tja... obwohl ich gerne ausführlich und genau neue Bereiche entdecke, abgesehen von Fly war ich schnell durch. Zum Verweilen lädt Rookburgt nicht so recht ein. Es gibt keine ruhigen, versteckteren Ecken. Es ist wunderschön, klar. Aber andere Themenbereiche überzeugen mich dann doch mehr. Aber: Geschmackssache, wenn andere begeistert sind ist das ja klasse!

  • Da kann ich dir bedingt zustimmen. Ich fand es einfach beeindruckend auf die Kohledepots zu schauen und die Achterbahn über einen vorbei sausen zu sehen.


    Wenn du Rookburgh aus ganz vielen Perspektiven sehen und erleben willst kann ich dir das Hotel ans Herz legen. Hier gibt es so viele Wege von denen man unterschiedliche Perspektiven auf den Bereich hat.

  • Das steht unbedingt noch an und ich freu mich schon riesig drauf! Wir müssen nur noch einen Termin finden. Es ist bestimmt grossartig.
    Deine Ausführungen zur Immersion finde ich sehr einleuchtend. So habe ich es auch immer empfunden. Der EP ist ein wunderschöner Park, mein Favorit im Gesamtpaket, aber man ist bis auf wenige Ausnahmen nicht so in einer Welt "drin" wie im Phl.

  • Ich kann dir zustimmen @Rappschecke. Meine Bedenken zum neuen Themenebreich habe ich ja schon vor der Eröffnung geäußert. Grundsätzlich ist der Bereich toll gestaltet, er bietet aber eben wie Klugheim und Afrika kein Gesamterlebnis. Man hat eine Achterbahn und Gastronomie, für Familien vollkommen ungeeignet. In Rookburgh fällt vor allem auf, dass rund um die Achterbahn riesige Schallschutzwände errichtet wurden. Das hat seine Gründe, aber ich finde den Bereich im Vergleich zu Klugheim einfach nicht wirklich viel fortschrittlicher. Klar, die Achterbahn ist toll geworden und macht Spaß, aber die Verweildauer im Themenbereich ist für mich auch recht kurz. Ich denke der Park profitiert aktuell vom großen Hype, den er durch die Geheimhaltung erzeugt hat. Das ist bei Klugheim schon abgeklungen und entsprechend fällt auch hier immer mehr Leuten auf, dass man eine Achterbahn zwischen Felsen gebaut hat. Dazwischen gibt es ein riesiges Wirrwarr an Schienen. Rookburgh ist auch so gestaltet. Es ist toll, aber noch weit entfernt von einem Galaxy's Edge oder Pandora.

  • Danke für die Ausführung. Meine Frage war auch nicht an dich, sondern an @Mackprodukt gerichtet, der dem EP jegliche Immersion absprach. Nach meiner Erinnerung gibt es im griechischen Dorf (also zwischen den Häusern) durchaus Bereiche, in denen man nichts anderes sieht; ich habe allerdings nicht exakt darauf geachtet. Auch das Walliser Dorf und die französische Filmstraße haben Bereiche, die ich für 100% immersiv halte; Arthur müsste nach deiner Definition auch dazu gehören. Spanien, Märchenwald, Skandinavisches Dorf, Italien, England sind weiteres Beispiel nach meiner Erinnerung, in denen es zumindest größere Bereich mit 95-100% Immersion gibt. Was der Park nicht hat, ist ein Themenbereich, der in seiner gesamten Ausdehnung zu 100% immersiv ist (außer vielleicht Arthur?), das ist durch die vergleichsweise offene Grundanlage des Parks und vieler Bereiche schwer möglich. Ist das im Phantasialand so? Dann wäre das der Immersionsvorsprung, nach dem ich gefragt hatte.

  • Ich denke Immersion lässt sich nicht allein auf den optischen "Rundumblick" beschränken. Ein Themenbereich ist meiner Meinung nach nur dann 100% immersiv, wenn jedes noch so kleine Detail auf das Thema des Bereichs abgestimmt ist, über alle Sinnesebenen hinweg.

  • Ich finde den Begriff "Immersion" inzwischen vollkommen überbewertet. Für mich ein Trendbegriff, mit dem man ständig um sich schmeißt. Ich kann auch im Europa-Park in Themenbereiche eintauchen, trotzdem weiß ich natürlich immer, dass ich mich in einem Freizeitpark befinde. Denn eines haben alle diese Welten gemeinsam, ob Rookburgh, Schweizer Dorf oder Galaxy's Edge: sie sind künstlich.
    Wieso kann ich aber trotzdem in die Themenwelten des Europa-Park eintauchen? Schließlich ist man nicht umgeben von riesigen Schallschutzwänden, die einen in den Bereich "einsperren". Es ist am Ende das Gesamtkonzept. Der Europa-Park will gar kein Galaxy's Edge haben, weil er immer auch die Parkanlage selbst im Blick hat. Und besonders an den natürlicheren Stellen des Parks können viele Menschen so richtig abschalten und fühlen sich wohl. Das kann das Phantasialand nicht im Ansatz bieten. Hier habe ich viele tolle Themenbereiche, die aber alle auf Universal Rocks Felsen basieren und wenig natürlich sind. Als Tagesgast macht das richtig Spaß, aber als Dauergast genieße ich dann doch eher mal die Ruhe an der Elz.

  • Da in letzter Zeit sehr viel über Immersion in Freizeitparks geredet wurde und Freizeitparks anhand ihrer Immersion miteinander verglichen wurden, würde ich gerne auch noch etwas dazu beitragen (da ich mich in letzter Zeit sehr ausführlich mit dem Thema Immersion beschäftigt habe). Falls das zu sehr off topic ist, kann auch gerne ein „Immersion in Freizeitparks“ Thread erstellt werden. :/



    Generell beschreibt Immersion das tiefe Eintauchen in eine (simulierte) Welt, in der Art und Weise, dass man sich ihr stark zugeordnet fühlt. Wenn man eine Welt als immersiv wahr nimmt, kommt sie einem real vor, man vergisst alles andere um sich herum, inklusive der (realen) Welt um sich herum sowie die Sorgen und Probleme des Alltags. Man könnte also sagen, Immersion sorgt dafür, dass eine simulierte Welt einer Person (zumindest zeitweise) real vorkommt, da sie durch ihre Charakteristik dafür sorgt, dass man sich vollkommen auf sie fokussiert.



    Wie einige hier schon richtig gesagt haben ist Immersion wissenschaftlich gesehen eine subjektive Wahrnehmung. Jeder nimmt Immersion anders war, abhängig von ganz persönlichen Erfahrungen und Erwartungen. Das heißt, dass die Immersion des gleichen Erlebnisses von zwei Menschen komplett unterschiedlich wahrgenommen und bewertet werden kann. Sieht man ja zum Beispiel hier: manche bewerten die abgeschlossenen Bereiche im Phantasialand als immersiver während andere die offenen Bereiche im EP immersiver finden.



    Das zeigt auch gut, warum man nie quantitative Aussagen, wie „X ist immersiver als Y“ machen kann, da jeder dabei immer eine andere Meinung haben wird. Es gibt aber bestimmte Faktoren, die eine Rolle dabei spielen, Erlebnisse möglichst immersiv zu gestalten oder wahrzunehmen. Eines davon ist, dass eine Welt so gestaltet ist, dass man alles andere drum herum nicht mehr sehen oder wahrnehmen kann und sich dann dieser einen Welt stark zugeordnet fühlt. Aber es gibt noch viele weitere Faktoren, wie zum Beispiel: Wie realistisch ist die Welt dargestellt? Wird sie durch Töne, Düfte oder haptisches Feedback unterstützt? Wie viele Details gibt es zu entdecken? Wie gut können sich Personen mit dem dargestellten Thema identifizieren? Gibt es Ablenkungen von der Welt? Und noch einige weitere. Jeder dieser einzelnen Faktoren kann von jeder Person individuell wahrgenommen werden. Sieht man ja zum Beispiel auch im EP selbst. Während einige die verwinkelte Schweiz sehr immersiv finden, ist für andere der simulierte Strand in Portugal immersiver. Während einige PiB als immersivstes Erlebnis bezeichnen, ist es für andere ein VR Erlebnis wie Yullbe.



    Trotzdem kann man aus der Summe von vorhandenen Faktoren ein Stück weit bewerten, ob ein Erlebnis immersiv ist oder nicht bzw. man kann sagen, umso mehr Faktoren vorhanden sind, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Mehrheit aller Besucher ein Erlebnis als immersiv wahrnimmt. Trotzdem spricht eine Summe an vielen erfüllten Faktoren auch nicht immer für ein immersiveres Erlebnis. Denkt man zum Beispiel an das sehr einfach konstruierte Erlebnis der alten Eurosat, wurde der Flug durch das Weltall doch von vielen als immersiver wahrgenommen als ein Flug durch Paris heutzutage, obwohl dieser möglicherweise formell mehr Faktoren erfüllt als die alte Bahn.



    Das einzige was man theoretisch machen könnte, um wirklich zu sagen, welcher Park oder welche Attraktion immersiver ist, wäre eine Umfrage unter genügend Besuchern, in welcher mit einem Immersions-Fragebogen alle Faktoren abgefragt werden. Dann könnte man sagen: X wurde von einer signifikanten Mehrheit immersiver bewertet als Y.



    ABER: Warum sollte man das überhaupt tun? Zum einen ist Immersion nur ein Baustein von vielen, der ein Parkerlebnis perfekt macht. Und zum anderen spielt es ja auch überhaupt keine Rolle, ob ein Park nun ein wenig immersiver als ein anderer bewertet wird. Jeder nimmt das anders wahr, und das ist auch gut so. Vielmehr ist es doch schön zu sehen, dass beide Parks (und auch die meisten anderen größeren Parks) sich so viel Mühe geben und versuchen, neue Attraktionen immer möglichst immersiv zu gestalten. Da sind wir in den letzten Jahren sehr verwöhnt worden und ich bin mir sicher, dass auch bei weiteren Neuheiten die Immersion eine immer größere Rolle spielen wird. Ich persönlich freue mich zumindest jedes Mal, wenn ich in einem Freizeitpark in eine andere Welt eintauchen kann, auch wenn die Illusion möglicherweise nicht ganz perfekt ist. :thumbup:

  • Ich bin gerade im Phantasialand. Habe mir aber das Ling Bao gebucht.
    Gestern hatte ich bei FLY bereits mein Gepäck ins Wertfach, dann kam ein technischer Defekt. Die nette Stimme meinte, es ist in Minuten behoben. Nach 60! Minuten dann die Möglichkeit zum Verlassen des Wartebereichs angeboten.
    Was nervig war, die ganze Zeit das Gehämmere und Gezische aus den Lautsprechern.
    Auch ein Mitarbeiter der direkt da stand, gab keine Hinweise was los ist...
    Notlicht an, aus....
    Nachdem fast alle den Bereich verließen ging es wieder weiter.
    Da hätte man für die Personen die so knapp davor waren ruhig ein Fastpass geben können, welche schon das Schliessarmband hatten!!!
    Sonst ist die Bahn schon spektakulär auch zum Fahren sehr angenehm. Der Bereich wirkt für mich trotzdem einfach eingeengt mit den hohen Schallschutzwänden versehen und das Treppen rauf runter im Wartebereich ist nervig.
    Für mich käme ein Zimmer dort aufgrund der Enge nicht in Frage.
    Menschenschlange war wieder bis zum Kaiserplatz selbst an einem Montag.
    Für nen Burger knapp 20 min angestanden.
    Mal sehen wie es heute läuft.
    Have a great day !!!!

  • Das mit dem technischen Defekt hatten wir am Sonntag aber auch. Bei der 2 Fahrt nach ca. 10-15 Minuten ging es dann weiter. Bei der letzten Fahrt kam die durchsage dann wieder, da waren wir aber gerade am Ausstieg. Da weiß ich nicht, wie lange das gedauert hat.


    Wir haben im Uhrwerk gegessen, das Essen kam kurz nach den Getränken. Das Essen war sehr lecker, der Hopfen Gin Tonic, ist sehr zu empfehlen. Das Restaurant war gut gefüllt, draußen eine Schlange um rein zu kommen.


    Ich kann nur zustimmen, die Geräusche, die sich ständig wiederholen sind schon nach 5 Minuten nervig.
    Was mich persönlich gestört hat, war der Bereich vor den Schließfächern. Da waren so viele Menschen, das ist einfach schlecht gelöst.


    Schade finde ich auch, es gibt kein Merchandising von F.L.Y. , ich hätte mir gerne eine Tasse mitgenommen, weil ich Tassen Sammle.

  • Die recht vielen Menschen im Bereich ab den Schließfächern sind mir bei unserem Besuch bei unseren letzten Fahrten kurz vor Schließung zum ersten mal aufgefallen. In diesem Zuge habe ich auch bemerkt, dass für den Durchlass aus der Queue (also als Bändchenverteiler) jemand zuständig war, der offensichtlich nicht zur normalen FLY-Crew gehörte. Es scheint also stark von dieser Person abzuhängen, wie voll oder leer der Bereich bis zur Station ist.


    Bei unseren anderen Fahrten im Laufe des Tages war es ab dort nämlich immer recht entspannt, die Züge wurden so gerade voll. Gerade morgens, als viele Leute nochmals zurück mussten um etwas abzulegen, kamen sogar zu wenig Leute durch die Security durch, so dass Plätze leer blieben.